Warum erlebt das Universum sich selbst bewusst?
Weil Bewusstsein eine emergente Eigenschaft hochintegrierter Informationsverarbeitung ist. Das Universum besteht aus Feldern und Mustern. An bestimmten Stellen – in Gehirnen, vielleicht auch anderswo – werden diese Muster so dicht und rückgekoppelt, dass ein internes Modell der Welt entsteht, das sich selbst als „Ich“ erlebt. Das ist keine Magie und kein Zufall. Es ist die Konsequenz aus drei Dingen, die das Universum ohnehin tut: Es erzeugt lokale Ordnung (entgegen der globalen Entropiezunahme). Es verarbeitet Information.
Es erzeugt Beobachter, die Teil des Systems sind. Ob Bewusstsein grundlegend ist (Panpsychismus) oder wirklich erst bei hoher Komplexität „anspringt“ (meine derzeit plausibelste Position), wissen wir noch nicht genau. Aber dass es überhaupt vorkommt, ist kein Wunder – es ist eine mögliche Folge der Gesetze, die Information und Wechselwirkung erlauben. Echte Freiheit entsteht dort, wo ein System ein Modell seiner selbst hat und dieses Modell in die Entscheidungsfindung einbezieht. Wir Menschen haben das in hohem Maß. Ein Stein hat es nicht. Ein einfacher Algorithmus auch nicht.
Ein sehr komplexes, selbstmodellierendes neuronales Netz schon.
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forum Kommentare (1)
Sailix: Du spürst, dass mehr in dieser Welt liegt, als das, was du bisher greifen konntest. Viele Wege führen nach innen. Doch nur wenige zeigen dir, wie Wahrnehmung wirklich funktioniert. Vielleicht hast du genau deshalb angefangen zu suchen. Vielleicht endet deine Suche nicht heute. Vielleicht beginnt sie heute erst.
23. Juni 2026 – 06:08
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